Wohnbauprojekt Hafenstraße in Greifswald mit Modellcharakter

In der Universitäts- und Hansestadt Greifswald am Ryck sollen rund 700 Wohnungen entstehen, 124 davon für weniger als 7,50 Euro Miete. Das Bundesbauministerium hat eine Datenbank veröffentlicht, die 50 Vorzeigeprojekte mit gelungenen Ansätzen zur Stärkung der Akzeptanz von Neubauvorhaben aus dem Inland und Europa abbildet. Auf dem Portal „Die Wohnraumoffensive“ ist als einzige Stadt aus Mecklenburg-Vorpommern Greifswald vertreten mit diesem geplanten Quartier in der Hafenstraße am Ryck.

Hierzu heißt es: „Das Projekt besitzt in Hinblick auf die geplante Durchmischung und den intensiven Beteiligungsprozess Modellcharakter. Durch die im Bebauungsplan festgelegten Zielvorgaben soll eine soziale Durchmischung unterschiedlicher Bevölkerungsschichten erreicht werden. Auch die Errichtung einer Kindertagesstätte und einer Mobilitätszentrale sind Teil des Vorhabens.“

„Bei 20 Prozent der Wohnungen soll die Kaltmiete je Quadratmeter maximal zwischen 5,50 Euro und 7,50 Euro betragen. 60 Prozent der Wohnungen werden von kommunalen oder sozial ausgerichteten Investoren errichtet. Die Zielvorgaben wurden gemeinsam auf mehreren Bürgerworkshops erarbeitet.“

Auf dem etwa 7,5 Hektar großen Areal zwischen Marienstraße und An den Wurthen soll ein möglichst autofreies, gemischtes Quartier für über tausend Menschen entstehen. Entwickelt wird es von der UTB Projektmanagement GmbH aus Berlin. Derzeit laufen die Erschließungsplanungen. Die Fertigstellung ist für 2023 geplant.

Das Portal ist Teil der Wohnraumoffensive der Bundesregierung. Ihrer Ansicht nach steht die Wohnungspolitik vor großen Herausforderungen. Für die soziale Stabilität sei eine qualitätsvolle, sichere und bezahlbare Wohnungsversorgung von entscheidender Bedeutung. Erforderlich seien Rahmenbedingungen für gutes und bezahlbares Wohnen, die auch das energieeffiziente und das altersgerechte Wohnen und Bauen voranbringen.

Internet: www.die-wohnraumoffensive.de/home

Quelle: Ostsee-Zeitung, Lokalteil Greifswald, 7. Mai 2020