Unter dem Leitsatz „Gemeinsam stark!“ fanden sich am 11.09.2026 Vertreter:innen aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft im Golfpark Strelasund zur Vorpommern-Konferenz zusammen. Der Regionalmarketing und -entwicklung Vorpommern e.V. (REV) hatte gemeinsam mit dem Parlamentarischen Staatssekretär für Vorpommern und das östliche Mecklenburg eingeladen, um sich über ein schlagkräftiges Regionalmarketing für die Region auszutauschen und den Grundstein für eine noch intensivere Zusammenarbeit innerhalb der Region zu legen.
Gemeinsam für Vorpommern. Zwei Landkreise mit einer Botschaft
Eröffnet wurde die Konferenz mit Grußworten von Jürgen Ramthun (Vorstandsvorsitzender des REV), Dr. Stefan Kerth (Landrat Landkreis Vorpommern-Rügen) und Michael Sack (Landrat Landkreis Vorpommern-Greifswald) sowie Heiko Miraß (Parlamentarischer Staatssekretär für Vorpommern und das östliche Mecklenburg), die die Bedeutung eines starken regionalen Zusammenhalts für die Zukunft Vorpommerns unterstrichen und regionale Erfolgsgeschichten hervorhoben. „Man kann hier in Vorpommern wunderbar leben, aber wir sprechen zu leise darüber. Lassen Sie uns gemeinsam lauter werden,“ forderte Jürgen Ramthun die Anwesenden auf.
Ein Ziel der Konferenz war, die Marke Vorpommern innerhalb der Region vorzustellen und sichtbarer zu machen, um die Kommunikation nach außen zu stärken. Mit einer gemeinsamen Botschaft sollen Investoren, Arbeitskräfte, interessierte Zuzügler und Rückkehrende angesprochen und für Vorpommern begeistert werden. Die sehr gut besuchte Veranstaltung bezeugte das große Interesse am Thema und das Bedürfnis, Lösungen für aktuelle gesellschaftliche und wirtschaftliche Herausforderungen zu entwickeln.
Impulse aus Wissenschaft und Praxis
Mit dem Impulsvortrag „Starkes Regionalmarketing für starke Regionen" von Prof. Dr. Daniel Schiller der Universität Greifswald wurde eine wissenschaftliche Basis für Nutzen und Ziele des Regionalmarketings in Vorpommern geschaffen.
„Vorpommern ist eine wirklich lebenswerte Region außerhalb der Ballungszentren, aber sie verkauft sich unter Wert. Vorpommern kann überraschen,“
so die Einschätzung des Vortrags.
Chancen sieht Prof. Dr. Schiller in der zentralen Lage im Ostseeraum und in der Digitalisierung zur Überbrückung und Vernetzung großer Räume. Andere Potentiale wie die Bioökonomie und der Energiesektor in Vorpommern werden bereits von Land und Bund erkannt und gefördert, und sollten deshalb unbedingt in der Profilierung der Region genutzt werden.
Um die bisher umgesetzten Projekte und geplanten Kampagnen vorzustellen, präsentierte Fanny Holzhüter als Leiterin der Geschäftsstelle des REV das Leitbild und die Arbeit des Vereins. In diversen gemeinschaftlichen Projekten mit den beiden Landkreisen (z.B. das Vorpommern-Marketing zur Grünen Woche 2026 zur Unterstützung der regionalen Ausstellenden) konnte der Verein bereits effektiv Aufmerksamkeit für die Region generieren. Unternehmen, Kommunen und Privatpersonen sind herzlich eingeladen, mitzuwirken und ihre Erfahrungen und Ziele in das Marketing einzubringen. Gemeinsam wird eine starke Botschaft über das Leben, Arbeiten und Investieren in Vorpommern nach innen gelebt und nach außen getragen.
„Vorpommerns Stärken potenzieren sich gegenseitig, wir können deshalb auch mit Selbstbewusstsein und Stolz über die Region sprechen. Lassen Sie uns Vorpommern gemeinsam mit einer Stimme erzählen.“
Best Practice aus der Wachstumsregion Ems-Achse
Einen aufschlussreichen Blick über den Tellerrand hinaus lieferte Jens Stagnet von der Wachstumsregion Ems-Achse e.V., der von der langjährigen Arbeit berichtete. Aus der Lösung eines gemeinsamen regionalen Problems ist ein Netzwerk mit über 900 Mitgliedern gewachsen. Ein zentraler Bestandteil der Arbeit ist laut Stagnet das Sichtbarwerden von Unternehmen, um die Abwanderung qualifizierter Fachkräfte zu verhindern, Ausbildungsperspektiven zu eröffnen die Attraktivität der Region für Zuzügler:innen sowie Rückkehrende zu steigern.
„Maßgeblich für die Entscheidung zu bleiben ist dann das Ankommen in der Gemeinschaft,“ betonte Jens Stagnet. „Innerhalb von drei Jahren müssen neue Arbeitskräfte Anschluss gefunden haben. Eine Willkommenskultur zu pflegen ist unverzichtbar.“ In Vorpommern sieht er ähnliche Potenziale zum Aufbau eines starken regionalen Netzwerks, das Standortmarketing nach innen und außen tragen kann.
Innovationen aus Vorpommern im Fokus
Wie innovativ Vorpommerns Unternehmen agieren, wurde in der Gesprächsrunde „Innovationen aus Vorpommern" deutlich, in der fünf Vertreter:innen von Unternehmen zu Wort kamen:
Volker Höfs (Verein Industrieparkentwicklung Lubmin e.V.)
Tizian Queisner und Christoph Dranß (BÄCKPOMM, Casa Familia GmbH)
Tom Lichtenthäler (MICROMUN-Institut für mikrobiologische Forschung GmbH
Mareen Buchholz (Pflegeteam Ostseeküste)
Hartmann Schleifer (NautiTronix UG)
Aus den Berichten kristallisierte sich erneut die Bedeutung von erhöhter Sichtbarkeit von Unternehmen heraus. So wie die Berichte von durchdachten regionalen Wertschöpfungsketten, innovativen Ideen und erfolgreicher Teamführung das Publikum inspirierten, können solche Erfolgsgeschichten Strahlkraft über die Veranstaltung hinaus entwickeln. Volker Höfs betonte, diese Stärken und positiven Beispiele hervorzuheben, anstatt über Nachteile zu sprechen.
„Wir [Vorpommern] sind eine geschlossene Einheit, die nach vorne sieht!“
Netzwerken und Austausch
Nach dem inspirierenden Programmteil nutzten die Teilnehmenden intensiv die Gelegenheit zum Austausch. Bei Kaffee und Kuchen konnten die Gedankenanstöße vertieft und Kontakte geknüpft werden, um den gemeinsamen Blick nach vorn zu wagen. Der Parlamentarische Staatssekretär für Vorpommern und das östliche Mecklenburg Heiko Miraß zeigte sich zufrieden mit der Veranstaltung:
„Die Vorpommern-Konferenz zeigt, wie viel Kraft entsteht, wenn Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft gemeinsam an der Zukunft der Region arbeiten. Ein starkes Regionalmarketing schafft Sichtbarkeit, stärkt die Identifikation vor Ort und macht Vorpommern für Einheimische, Rückkehrende, Unternehmen und Investitionen noch attraktiver. Genau diesen Schulterschluss wollen wir als Landesregierung unterstützen, um die wirtschaftliche Entwicklung und die Lebensqualität im östlichen Landesteil nachhaltig zu stärken. Die heutige Veranstaltung ist deshalb ein wichtiges Signal: Vorpommern bündelt seine Kräfte und spricht mit einer gemeinsamen, selbstbewussten Stimme.“
Der Regionalmarketing und -entwicklung Vorpommern e.V. (REV) setzt sich dafür ein, die Region Vorpommern als attraktiven und wettbewerbsfähigen Wirtschafts- und Lebensraum nach innen und außen sichtbar zu machen. Unternehmen, Kommunen, Verbände und Institute und weitere Akteure bilden ein vielfältiges Netzwerk, das gemeinsam aktiv wird, um Kräfte zu bündeln und die Zukunft der Region zu gestalten.
Werde Teil dieses starken Netzwerkes und gestalte mit!








