| Pressemitteilung

Vorpommern als Vorreiter-Region für ländliche Räume

Netzwerktreffen der Projektpartner/ © Ems-Achse

Netzwerktreffen der Projektpartner/ © Ems-Achse

Vorpommern vernetzt sich mit den Regionen Ems-Achse, Vierländerregion Bodensee, Allgäu, Mittelrhein-Koblenz, Nordthüringen und Südwestfalen

Aus 60 ländlichen Regionen Deutschlands wurden für das dreijährige Regionalentwicklungs-Projekt „Strategische Kooperationsregionen in ländlichen Räumen“ sieben Regionen ausgewählt. Neben der Region Ems-Achse, die als Projektträger fungiert, gehören die Vierländerregion Bodensee, das Allgäu, Mittelrhein-Koblenz, Nordthüringen, Südwestfalen sowie auch Vorpommern zu den Beispielregionen.

Der offizielle Auftakt fand kürzlich in Papenburg im Emsland unter dem thematischen Schwerpunkt Fachkräftesicherung und -gewinnung statt und wurde durch das „Innovationsbüro – Fachkräfte für die Region“ aus Berlin begleitetet die Veranstaltung. Deutlich wurde während des dreitägigen Treffens, dass die Chancen und Herausforderungen ländlicher Räume unabhängig von der Lage in Deutschland häufig ganz ähnlich sind. Ein erster Erfahrungsaustausch führte bereits dazu, dass neue Handlungsansätze und Ideen für Vorpommern entwickelt wurden. „Das Thema Fachkräfte spielt bei allen Projektpartnern eine zentrale Rolle. Die Herausforderungen sind oftmals die Gleichen, dennoch sind die Herangehensweisen different. Durch den persönlichen Austausch mit den Akteuren konnten wir für unsere Region viele Anregungen mitnehmen, aber auch andere Regionen von uns lernen lassen“, berichtet Annemarie Mielke, Referentin Fachkräftesicherung und -marketing der Wirtschaftsfördergesellschaft (WFG) Vorpommern mbH vom ersten Netzwerktreffen.

Die WFG Vorpommern vertritt im Projekt die Region Vorpommern und koordiniert die Einbindung weiterer Akteure. Vorpommern erlangt durch das Projekt eine Vorreiter-Region für ländliche Räume und erhält die Chance, sich über die Grenzen hinaus zu vernetzen, auszutauschen und bundesweite Aufmerksamkeit zu erlangen. „Der Austausch mit anderen Regionen und Regionalentwicklern gibt uns die Möglichkeit zu lernen und unsere Arbeit zu verbessern. Insbesondere die Zusammenarbeit mit der Ems-Achse oder Südwestfalen als Beispiele äußerst erfolgreicher Entwicklungen in sogenannten strukturschwachen Regionen wird uns viele neue und innovative Impulse und Anregungen geben. Daher freuen wir uns sehr, dass wir vom Bundesministerium ausgewählt wurden“, freut sich WFG-Geschäftsführer Rolf Kammann über den Projektstart.

Geplant sind nun sechs weitere Netzwerktreffen jeweils in den Partnerregionen mit unterschiedlichen Schwerpunkthemen wie beispielsweise Branchennetzwerke, Fachkräfte und B2B. Zudem wird es einen gemeinsamen Messeauftritt auf der Internationalen Grünen Woche 2020 in der Halle „Lust aufs Land“ in der Halle 4.2. geben. Zehn Tage lang werben dann alle Regionen gemeinsam mit den Vorzügen des ländlichen Raums.

„Strategische Kooperationsregionen in ländlichen Räumen“ ist ein Vorhaben, das aus Mitteln des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung (BMEL) im Rahmen des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung (BULE) finanziert wird. Begleitet wird das Projekt durch das Beratungsunternehmen Sprint aus Darmstadt.

Ziele sind u. a., herauszuarbeiten, welchen Handlungsanforderungen ländliche Regionen gegenüberstehen und welche Faktoren bei der Entwicklung von Lösungsstrategien maßgeblich sind. Förderliche Strukturen sollen identifiziert und Erfolgsfaktoren abgeleitet werden. In den Beispielregionen sollen übertragbare Ansätze und Instrumente im Sinne einer Werkzeugkiste/Toolboxen entwickelt werden. Der Förderzeitraum reicht bis Oktober 2021.

Für mehr Informationen wurde eine Projektseite geschaffen: www.starke-regionen.de